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Hinweise Silikonharzkleber


Verarbeitungshinweise zum Einsatz von Silikonharzklebern

Die Produkte HTK 3118/2, HTK 3118/4 und HTK 6842 bestehen aus modifizierten Silikonharzen und bedürfen daher einer bestimmten Verfahrensweise zum Aushärten. Das Abbinden bzw. die Aushärt- ung erfolgt nicht durch den Kontakt mit der Luft oder Sauerstoff, sondern es ist eine Vernetzung der funktionellen Gruppen in den Polymerketten erforderlich, die im vorliegenden Produkt nur durch Wärme erfolgen kann. Eine merklich Reaktion kann erst ab ca. 150 °C beobachtet werden und wird durch hö- here Temperaturen beschleunigt. Als grobe Vorgabe kann man bei 180 °C etwa 120 Minuten und bei 250 °C ca. 30 Minuten annehmen.

Verfahrensweise

Die Oberflächen sollten fett- und feuchtigkeitsfrei und von losen Anhaftungen befreit sein. Anrauen der Oberflächen erhöhen die Klebefläche und ist daher immer vorteilhaft. Beide Substratflächen sollten mit einem dünnen Klebefilm (max. 0,1 mm) versehen werden, damit sich der Kleber besser an die Rauig- keiten "anschmiegen" kann. Da die Kleber geringe Mengen an organischen Lösemitteln enthält, die beim schnellen Erwärmen Dampfbläschen bilden können, sollte der Klebefilm längere Zeit abgelüftet werden, was unter leichter Erwärmung beschleunigt werden kann. Insbesondere bei großen Flächen ist auf eine außreichende Belüftung bzw. Absaugung der gesundheitsschädlichen Lösemitteldämpfe zu achten, wobei auch zu berücksichtigen ist, dass diese Lösemitteldämpfe auch entzündlich sind, so dass keine Zündquellen vorhanden sein dürfen! Je dicker der Klebefilm ist, desto schwieriger ist wird es, den Klebefilm blasenfrei zu halten

Anschließend fügt man die beiden Oberflächen zusammen und bringt sie ggfl. unter einer Fixierung auf die gewünschte Vernetzungstemperatur. Die Vernetzungstemperatur kann auch beim ersten Gebrauch erfolgen, wenn hierbei ausreichend hohe Temperaturen vorgesehen sind ( 180 bis 250 °C ), wobei dann eine entsprechende Fixierung besonders wichtig ist. Das Aufheizen sollte möglichst langsam erfolgen, damit die Lösemittelanteile besser entweichen können.

In machen Anwendungsfällen können kleine Bläschen im Klebefilmen (Schwammstruktur) sogar vorteilhaft sein, Unebenheiten werden ausgeglichen oder bei stark unterschiedlichen Ausdehnungsko- effizienten der zu verbindenden Materialien können Spannungen leichter kompensiert werden.

Alternativen zur vollflächigen Verklebung

Sollten es aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten trotzdem zu einem Bruch der verklebten Stellen kommen, kann man versuchen, statt einer vollflächigen Verklebung eine punkt- oder streifenförmige Verklebung vorzunehmen.

1. Sie tragen den Kleber punktförmig auf, wodurch auch der Lösemitteldampf besser abgeführt wird. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Punktabstand bzw. die Klebermengen so gewählt werden, dass auch nach Anpressen der Klebeflächen genügend freie Flächen verbleiben.

Klebefläche Punkte

2. Sie bringen den Kleber streifenförmig z.B. mit dem Zahnspachtel auf, wobei auch hier auf genügend Freiflächen zu achten ist.